Herausforderung:

Sie lesen und hören täglich Berichte über die Euro-Schuldenkrise, die Bankenkrise und die diskutierten Massnahmen von Nationalbank und Bund. Das Interesse an Wirtschaftsthemen ist gross, gleichzeitig jedoch sinkt das Vertrauen in die Politik. Weshalb? Die komplexen Zusammenhänge werden meines Erachtens nicht transparent gemacht und eine fundierte politische Debatte findet schon länger nicht mehr statt. Stattdessen beeinflussen populistische Themen wie "Überfremdung" oder "Abzocker" wichtige politische Entscheide! Die autoritäre Wirtschaft gefährdet unser soziales und demokratisches System.

Das Ergebnis: Es leiden vor allem die Arbeitnehmenden mit tieferen und mittleren Einkommen. Für Topverdienende ist der Kanton Schwyz ein Steuerparadies. Normalverdienende jedoch zahlen im Vergleich mit anderen Kantonen hohe Steuern. Das ist ungerecht!

In einer teuren Schwyzer Gemeinde zahlen Steuerpflichtige mit gleichem Einkommen und Vermögen heute fast das Doppelte wie in einer steuergünstigen Gemeinde. Diese Unterschiede sind in keinem der umliegenden Kantone auch nur annähernd so gross wie im Kanton Schwyz.

Lösungen:

Ein fairer Wettbewerb im Interesse der Unternehmen, der Arbeitnehmenden und der Konsumierenden benötigt klare Regeln und ihre Durchsetzung durch die entsprechenden Behörden.

Ich unterstütze die öko-soziale Marktwirtschaft, die einerseits den Wettbewerb mit klaren Regeln sicherstellt und andererseits Ungleichheiten durch den sozialen Ausgleich korrigiert. Damit steh ich auch hinter dem Grundsatz der Steuergerechtigkeit in der Verfassung, wonach wirtschaflich Stärkere entsprechend mehr an die öffentlichen Aufgaben beizutragen haben als wirtschaftlich Schwächere. Der Service Public (öffentliche Dienste und staatliche Infrastruktur) trägt wesentlich zu unserem hohen Lebensstandard bei und soll weiterhin garantiert sein.

Wir brauchen steuerliche Entlastung der unteren und mittleren Einkommen. Wir brauchen eine gerechtere Steuerkurve mit Steuerbefreiung für das Existenzminimum und den vollen Ausgleich der kalten Progression.

Wir brauchen einen besseren Finanzausgleich zwischen den Gemeinden und einen einheitlichen Unternehmenssteuerfuss im ganzen Kanton. Ausländische Superreiche zahlen im Kanton Schwyz lediglich eine Pauschalsteuer. Diese Sonderbehandlung muss abgeschafft werden.

 

Wohin führt uns die aktuelle Wirtschafts- und Finanzplitik?